Herkunft: Oskars sind Tiefland-Cichliden, die hauptsächlich in Brasilien, Peru, Kolumbien und Venuzuela vorkommen. Sie besiedeln hauptsächlich langsam fließende oder stehende Gewässer, aber auch in Überschwemmungsgebieten oder in Schwarzwasserseen sind sie häufig zu finden. Man hat sie aber auch in den USA (Hawaii) und an der Elfenbeinküste erfolgreich ausgewildert. In seinen Heimatländern ist er ein beliebter Speisefisch und man findet ihn auf vielen Speisekarten in Resturants.

Größe: In der Natur werden sie im duchschnitt 30 bis bis 40 cm groß, der größte der je gefangen wurde war 56 cm groß. Im Aquarium werden sie meistens 25 bis 35 cm groß.

Ernährung: Man liest immer, dass er ein Allesfresser ist. In der Regel ist das auch so. Aber man sollte ihn abwechslungsreich füttern, da sie sonst schnell Mangelerscheinungen zeigen (z.B. Lochkrankheit) wenn das Futter nicht ihren Bedürfnissen entspricht. Gern gefressenes Futter: Mehl und Regenwürmer, Fliegenmaden, Heuschrecken, Motten, kleine Fische als Lebendfutter, Garnelen, Schnecken, Muschelfleisch, Fischfilet, Rinderherz und Mückenlarven. Aber auch Grünkost darf nicht fehlen, z.B. Erbsen, Haferflocken oder Gurken. Man kan sie aber natürlich auch mit Flockenfutter, Futtertabletten und Cichliden-Sticks füttern.

Becken: Als unterste Grenze braucht man mindestens 1,5 m Kantenlänge aber besser wäre 2 m für ein Paar. Ab 3 oder 4 m kann man auch zwei Paare halten. Sie stellen eingentlich keine großen Ansprüche an die Wasserqualität, sind sehr robust und verzeihen auch mal einen fehler von ihren Besitzer.

Geschlechter und Zucht: Die Geschlechter sind so gut wie nicht zu unterscheiden, außer während der Laichzeit. Das einzige woran man sie unterscheiden kann ist die Genitalpapille, die beim Männchen spitz zulaufend und beim Weibchen eher flach und abgerundet erscheint. Das ist aber deutlich zu erkennen. Alle anderen Theorien wie Flossenfrom, Farbe oder Körperbau können bei beiden auftauchen. Bei diesen Tieren ist die Laichzeit besonders Interresant, denn sie färben sich total um, die Farben werden sehr intensiv und das Rot scheint regelrecht zu glühen. Geschlechtsreif sind sie etwas mit einer größe von 15 bis 20 cm. Während der Balz wird die Brutfläche ständig geputzt, am liebsten dient ihnen dazu ein großer flacher Stein. Junge Weibchen setzten im Schnitt 100 bis 500 Eier ab, bei älteren Tieren können es schon bis zu 3000 Eier sein. Beide betreiben eine sehr intensive Brutpflege und sind in dieser Zeit sehr agressiv, da wird alles angegriffen was sich bewegt. Nach dem Ablaichen dauert es im Schnitt drei bis vier Tage bis die Jungen schlüpfen, dann werden die Larven in eine Grube umgebettet, die sie vorher ausheben. Das machen sie mehrmals täglich. Am 5. oder 6. Tag schwimmen die Jungen dann selbstständig und sind etwa so groß wie neugeborene Guppys. Sie ernähren sich ähnlich wie beim Diskus vom Hautsekret der Eltern. Nach einigen Tagen kann man sie mit Artemia füttern, man muss sie aber reichlich füttern, da die Jungen sonst zu Kanniballsimus neigen.

Verhalten: Diese Tiere sind ständig auf der Lauer und in Bewegung. Sie suchen das ganze Aquarium nach Beute ab und nutzen dabei den gesamten Schwimmraum. Erstaunlich ist, wie schnell dieser Fisch beschleunigen kann wenn er auf Beutejagd ist. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein guter Liter Wasser am Ende des Aquariums herausschwappt. Wen man z.B. einen Fleischbrocken 5 cm über die Wasseroberfläche hebt hat er kein Problem damit sich diesen zu schnappen. Mit der Zeit werden sie auch sehr zutrauchlich und fressen ihrem Pleger das Futter sogar aus der Hand.

Vergesellschaftung: Vergesellschaften sollte man sie nur mit anderen großen Buntbarschen. Sie fühlen sich erst richtig wohl, wenn sie das Sagen im Aquarium haben. Sonst sind sie aber eher ruhig und lassen die anderen Mitbewohner in Ruhe, vorausgesetzt sie passen nicht ins Beuteschema. Auch eigene Artgenossen werden oft nur schwer akzeptiert und das endet oft mit Kämpfen und blutigen Wunden, so sieht man auch oft Tiere die Verstümmelungen am Maul oder Narben haben. Darum ist es am besten man kauft sich eine Hand voll Jungtiere, daraus bildet sich dann meistens ein Paar.

Einrichtung: Als Bodengrund sollte man unbedingt feinen Kies oder Sand wählen da sie während der Laichzeit Gruben graben.

Deko: Am besten viel Lochgesteinaufbauten damit sie sich auch mal zurückziehen können. Diese sollten aber stabil verbaut sein da sie die Einrichtung oft noch umgestalten und eine umstürzende Steinwand kann erheblichen Schaden anrichten.

Pflanzen: Wenn man welche einplantzt sollte man ein Eck richtig dicht bepflanzen, am besten mit stabilen und robusten Pflanzen. Wenn man nur vereinzelt Pflanzen pflanzt, werden sie oft ausgegraben, da sie sehr neugierig sind. Oft werden die Pflanzen auch aufgefressen.

Filterung: Der Filter sollte stark ausgelegt sein, denn sie machen eine Menge Dreck.

Wer sich welche anschafft wird von ihnen begeistert sein, da jedes der Tiere seinen eigen Charakter hat. Darum sprechen viele Pfleger gar schon mehr von einem Haustier als von einem Fisch!


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